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Der Forschungsplatz Schweiz
Arm an natürlichen Rohstoffen, hat sich die Schweiz im Hinblick auf ihre wirtschaftliche Prosperität und Wettbewerbsfähigkeit schon sehr früh auf ihre Qualitäten und Kompetenzen in den Bereichen Bildung, Forschung, Bildung und Technologie konzentriert.
Entsprechend hat die Schweiz im Laufe der Jahre immer mehr in die Forschung investiert und gehört heute zu den OECD-Ländern, deren prozentualer Anteil der F+E-Aufwendungen am Bruttoinlandprodukt (BIP) zu den grössten zählt. Dabei wird Forschung in der Schweiz zu mehr als zwei Dritteln durch die Privatwirtschaft finanziert, deren wichtigste Forschungsbereiche die Chemie, die Pharmaindustrie und die Elektro- und Metallindustrie sind.
Definition F + E :
Forschung und experimentelle Entwicklung (F + E) umfassen alle schöpferischen, in systematischer Weise getätigten Arbeiten mit dem Ziel, Wissen zu erweitern und zu vertiefen, einschliesslich das Wissen über den Menschen, die Kultur, die Gesellschaft sowie dessen Umsetzung und Nutzung für neue Anwendungen (F+E, Frascati Manual, OECD 1993).
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Das Forschungsgesetz vom 7. Oktober 1983 macht die Förderung der wissenschaftlichen Forschung zur Aufgabe des Bundes, der zur Erfüllung dieses Auftrags neben anderen Instrumenten insbesondere den Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) und die Kommission für Technologie und Innovation (KTI) geschaffen hat.
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Der Schweizerische Nationalfonds ist das wichtigste Instrument des Bundes zur Förderung der Forschung und des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die 1952 gegründete Stiftung unterstützt wissenschaftliche Forschungsarbeiten an schweizerischen Hochschulen und unabhängigen Forschungsinstituten. Im Zentrum der Fördertätigkeit steht die Finanzierung von qualitativ hochstehenden Einzelprojekten im Bereich der thematisch nicht-orientierten Grundlagenforschung. Stipendien für angehende und fortgeschrittene Forschende sowie Austauschprogramme mit verschiedenen Partnerländern dienen der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Zudem ist der SNF im Namen des Bundes für die Durchführung der Nationalen Forschungsprogramme (NFP) und der Nationalen Forschungsschwerpunkte (NFS) zuständig.
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Die Kommission für Technologie und Innovation (KTI) ist die Agentur des Bundes für die Förderung der anwendungsorientierten, wirtschaftsnahen Forschung und Entwicklung. Die KTI fördert die Entwicklung und Anwendung neuer Technologien. Sie verbindet dynamische Unternehmen mit Forschenden an den Hochschulen, indem sie deren Zusammenarbeit in angewandter FuE unterstützt. KTI-Leistungen reichen vom Aktionsprogramm im Bereich Informatik bis zum Support bei der Gründung von Hightech-Unternehmen. Die Werkzeuge der KTI sind so ausgelegt, dass auch KMU sie nutzen können.
Grundlagenforschung, angewandte Forschung, Innovation
Grundlagenforschung wird in der Schweiz insbesondere von universitären Hochschulen betrieben. Die Fachhochschulen dagegen konzentrieren sich auf die angewandte Forschung und Entwicklung und verfolgen die Schaffung von engen Beziehungen zwischen den Laboratorien der Hochschulen und der Wirtschaft, namentlich der KMU.
Die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Privatwirtschaft hat sich insbesondere während der letzten zehn Jahren vermehrt entwickelt. Wichtiges Instrument für die Schaffung von Synergien zwischen öffentlicher und privater Hand sind, neben der Kommission für Technologie und Innovation (KTI), die sog. Forschungsrahmenprogramme für Forschung und technologische Entwicklung der EU (FRP). Die Beteiligung an diesen EU-Forschungsrahmenprogrammen, die explizit ausgerichtet sind auf die grenzüberschreitende Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit der Hochschulen, der Industrie und der kleinen und mittleren Betrieben Europas, gehört zu den wichtigsten Prioritäten der internationalen Wissenschaftspolitik des Bundes, sie ist aber nicht die einzige: Die Anstrengungen zugunsten der Integration der Schweizer Forschung in die weltweite Zusammenarbeit haben in den frühen 1950-er Jahren begonnen und wurden seither mit dem Beitritt zu den bedeutendsten internationalen Forschungsorganisationen einerseits und der Teilnahme an den wichtigsten internationalen Forschungsprogrammen konsequent verstärkt.
Der Forschungsplatz Schweiz in Zahlen:
- In der Schweiz werden rund zwei Drittel des Forschungsaufwandes von der Privatindustrie finanziert.
- Die Schweiz investiert rund 2.6% ihres BIP's in F+E; sie liegt damit in der Spitzengruppe der OECD-Länder hinter Schweden (3.8%), Finnland (3.3%), Japan (2.9%) und den USA (2.8%).
- Gemessen an den Zitierungen wissenschaftlicher Publikationen liegt die Schweizer Forschung in folgenden Bereichen weltweit an der Spitze: Botanik und Zoologie, Chemie, Immunologie, Ingenieurwissenschaften, Werkstoffforschung, Molekularbiologie und Genetik, Ökologie und Umweltwissenschaften, Pharmakologie und Physik.
- Die Pharmazeutische und Chemische Industrie (an erster Stelle), die Maschinen- und Metallindustrie an zweiter sowie die Forschungslabors an dritter Stelle erbringen zusammen 92% der Extramuros-F+E-Aufwendungen.
- Der F+E-Bereich ist für die Schweiz ein wichtiger Arbeitgeber: hier arbeiten mit rund 42'000 Personen ca. rund 1.3% der aktiven Bevölkerung (zum Vergleich: der europäische Durchschnitt liegt bei 1%).
- 8 von 10 für die F + E angestellten Personen arbeiten in den drei aktivsten Branchen (Maschinen- und Metallbau, Pharmaindustrie, Chemie und in den Forschungslaboratorien).
- Fast ein Drittel des F + E-Personals in der Schweiz stammt aus dem Ausland.
- Zwei Drittel dieses ausländischen Personals arbeiten in der Privatwirtschaft, ein Drittel im Hochschulsektor.
Auskünfte:
Martin Fischer
Bundesamt für Bildung und Wissenschaft
Informationsbeauftragter
Tel. 031 322 96 90
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