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EVAMAR: landesweite Evaluation der neuen Matura


Gymnasiastinnen, Gymnasiasten und Lehrpersonen beurteilen neue Matura

Im März 2003 werden mehr als 20'000 Schweizer Gymnasiastinnen und Gymnasiasten und rund 3'500 Lehrpersonen zur veränderten gymnasialen Ausbildung befragt. Erstmals findet in der Schweiz auf gymnasialer Stufe eine Befragung dieser Grössenordnung statt. Alle Kantone beteiligen sich an der Untersuchung.

Mehr Möglichkeiten bei der Fächerwahl, mehr Autonomie beim Lernen, mehr Verbindungen zwischen den Fächern: Vor fünf Jahren wurde in der Schweiz die Ausbildung an den Gymnasien grundlegend verändert. Die Ausbildung nach dem neuen Maturitätsanerkennungsreglement (MAR) wurde seither in allen Kantonen eingeführt.

EVAMAR: landesweite Evaluation der neuen Matura

Im Auftrag von Bund und Kantonen wird die Reform untersucht. Der wichtigste Teil der Untersuchung findet im März 2003 statt: mehr als 20'000 Schülerinnen und Schüler und 3'500 Lehrpersonen in allen Sprachregionen werden an einer schriftlichen Befragung teilnehmen. Von den 20'000 Schülerinnen und Schülern besuchen rund 13'000 das letzte Jahr der gymnasialen Ausbildung, rund 8'000 befinden sich im 1. Ausbildungsjahr.

An der Erhebung beteiligen sich alle Kantone. In 15 Kantonen werden 100% der Schülerinnen und Schülern in Abschlussklassen befragt (AG, BE, FR, GE, GL, GR, JU, SG, SH, SO, SZ, TG, TI, VD, ZH). Damit werden landesweit 80% aller Gymnasiastinnen und Gymnasiasten in Abschlussklassen und etwa die Hälfte der Schülerinnen und Schüler im ersten Ausbildungsjahr erfasst.

Ziel von EVAMAR: Wie erfolgreich ist die Reform?

Die Gesamtuntersuchung soll zeigen, inwieweit die Ziele der Reform erreicht worden sind. Die Befragung im März erhebt Daten zu folgenden Fragen:
  • Auswirkungen der erweiterten Möglichkeiten bei der Fächerwahl: In der neuen Ausbildung können die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten ihre Fächer individueller zusammenstellen. Widerspiegelt sich das in ihrer Lernmotivation und in ihrem Lernerfolg? Die Ausbildung entspricht besser persönlichen Interessen, gleichzeitig muss auch eine allgemeine Studierfähigkeit erreicht werden. Fühlen sich die Schülerinnen und Schüler auf das Hochschulstudium gut vorbereitet?
  • Vermittlung von "fächerübergreifenden" Kompetenzen: Die neue Ausbildung soll bei den Schülerinnen und Schülern Fähigkeiten fördern, die für alle Fächer wichtig sind, so etwa persönliche Lern- und Arbeitstechniken, kommunikative Fähigkeiten Wie werden diese Vorgaben durch Lehrpersonen und Schulen umgesetzt?
Umfassende Gesamtuntersuchung liefert Daten für die politische Steuerung

Die landesweite Befragung im März ist Teil einer umfassenden Gesamtuntersuchung. Parallel dazu werden auch die Schulleitungen aller Maturitätsschulen und die Zuständigen in den kantonalen Verwaltungen zur Umsetzung der Reform befragt.

Die Ergebnisse der Gesamtuntersuchung werden 2004 vorliegen. Die Untersuchung liefert den politisch Verantwortlichen von Bund und Kantonen gesicherte Daten. Auf deren Basis werden sie entscheiden, ob sie bei der neuen Maturitätsausbildung Kurskorrekturen vornehmen müssen und wie diese aussehen werden.

Eine Fortführung der Untersuchung ab 2005 ist momentan in Planung. In diesem Teil soll der Ausbildungsstand der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten am Ende der Ausbildung evaluiert werden.

Weitere Informationen:

Auskünfte: Ernst Flammer, Chef der Sektion Bildungswesen des Bundesamtes für Bildung und Wissenschaft und Sekretär der Schweizerischen Maturitätskommission, Tel. 031 322 96 69

Link: EVAMAR, die Website zur Evaluation der Maturitäts-Reform www.evamar.ch